Projektleitung

Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Azra Korjenic
TU Wien - Fakultät für Bauingeneurwesen - Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

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MehrGrüneSchulen - Finanzierungsmodelle für grüne Infrastruktur an Schulen

Trotz vielfältiger bekannter positiver Auswirkungen von grüner Infrastruktur an Schulen werden diese bisher nicht bzw. nur eingeschränkt umgesetzt. Grund hierfür sind bisher fehlende Finanzierungsmöglichkeiten. Im Rahmen des Projekts MehrGrüneSchulen werden daher erstmalig Finanzierungsmodelle entwickelt. Hierzu werden einerseits österreichweit die verantwortlichen Entscheidungsträger/innen in Abhängigkeit des Schultyps, des Standorts und der Begrünungsart identifiziert und in die Entwicklung integriert. Als Basis/Input dazu werden die Lebenszykluskosten bestehender und optimierter Begrünungssysteme identifiziert und aufbereitet und darüber hinaus einfach umsetzbare Lösungen für grüne Infrastruktur zur eigenständigen Umsetzung an Schulen entwickelt und beispielhaft an mindestens einer Schule pro Bundesland umgesetzt. Die entwickelten Finanzierungsmodelle bieten eine breite Argumentations- und Handlungsgrundlage für ein Ausrollen grüner Infrastruktur an Schulen in ganz Österreich.

Ausgangssituation

Die positiven Auswirkungen von grüner Infrastruktur in Schulen konnten bereits nachgewiesen werden, es mangelt jedoch weiterhin an österreichweiten Umsetzungen. Derartige Umsetzungen werden jedoch in Aktionsplänen wie der Klimawandelanpassungsstrategie sowie dem klimaaktiv-Programm des BMNT gefordert. Es wird daher deutlich: Das Interesse der Schulen ist groß, grüne Infrastruktur in und am Gebäude umzusetzen. Es fehlt jedoch an Möglichkeiten zur Finanzierung sowie dem Aufzeigen klarer Wege zu Umsetzungsmöglichkeiten und der Einbindung der Verantwortlichen österreichweit.

Ziele & Ergebnisse

Das Projekt MehrGrüneSchulen möchte einen Beitrag zu den übergeordneten Zielen leisten, mehr Begrünung in den städtischen Raum zu integrieren sowie gutes Raumklima für qualitätsvolle Lernumgebungen zu schaffen. Diese Zielvorstellung geht einher mit der Unterstützung zur Erreichung der österreichischen bzw. europäischen Klimaschutzziele und dem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Österreich. Das zentrale Ziel dieses Projektvorhabens ist die Entwicklung von Finanzierungsmodellen als Basis für die vermehrte Umsetzung grüner Infrastruktur an und in Schulen. Diese Modelle berücksichtigen dabei nicht nur die unterschiedlichen Arten der Begrünung, sondern auch die Ausgangssituation der Schule und ihren Standort. Um dieses Ziel zu erreichen sind zwei parallel verlaufende Schritte notwendig, die die beiden ausschlaggebenden Einflussparameter der Finanzierungsmodelle definieren: die Art der Begrünung mit den verbundenen Kosten und die Struktur, in der sich die Schule mit Begrünungswunsch befindet, mit den damit verbundenen Entscheidungsträger/innen. Das erfolgreiche Absolvieren dieser Schritte wird als Erreichen von Zwischenzielen des Projekts angesehen: Identifikation der Lebenszykluskosten von bestehenden Begrünungssystemen und neu entwickelten Do-it-yourself-Low Cost Begrünungsvarianten und Identifikation und Integration der jeweiligen Verantwortlichen und Entscheidungsträger/innen für unterschiedliche Schularten und -standorte.

Innovation

Das Projekt verfolgt wie erläutert das Ziel Finanzierungsmodelle zu entwickeln, die darauffolgend als Basis für die breite Umsetzung von grüner Infrastruktur an Schulen dienen. Das notwendige Wissen und die Erkenntnisse, die für diese Entwicklung notwendig sind, sind durch die Vorprojekte im Konsortium vorhanden und werden direkt in die Modelle integriert. Derartige Finanzierungsmodelle sind bisher weder national noch international vorhanden und erweitern damit den Stand der Technik auf dem Weg zu einer vermehrten eigenständigen Umsetzung grüner Infrastruktur an Schulen. Die Zusammensetzung des Projektkonsortiums sowie alle eingebundenen Unterstützer/innen sichern hierbei eine erfolgreiche Projektabwicklung zu. Darüber hinaus werden innovative low-cost Begrünungsmaßnahmen für die Anwendung in der Schule entwickelt und Anleitungen zum eigenen Nachbauen zur Verfügung gestellt. Durch dieses kostenfreie zur Verfügungstellen ist die Hemmschwelle zum eigenen Ausprobieren besonders gering.

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die Projeke GrünPlusSchule und GRÜNEzukunftSCHULEN haben aussagekräftige Forschungsergebnisse für die Anwendung von grüner Infrastruktur in Schulen hervorgebracht, die im Projekt MehrGrüneSchulen nun breit angewendet werden. Direkt anknüpfend an diese Erkenntnisse werden einerseits weitere schulpraxistaugliche Low Cost-Begrünungsmaßnahmen entwickelt und für die eigenständige Umsetzung an Schulen vorbereitet sowie beispielhaft an mindestens einer Schule pro Bundesland als Leuchtturmprojekte umges

Stadt als Testbed nutzen

Die Schule als Ort des Lernens und Ausprobierens ist der optimale Experimentierraum in der realen Stadt. Durch die vermehrte Umsetzung von grüner Infrastruktur, für die die entwickelten Finanzierungsmodelle die Basis bilden, gelangen reale Objekte zum Experimentieren in die Klassenzimmer, an das Schulgebäude bzw. in den Schulfreiraum. Für die Schüler/innen wird das Experimentieren dadurch ein Bestandteil ihres alltäglichen Schullebens durch die Gegenwart der Begrünung.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Durch die Entwicklung konkreter Finanzierungsmodelle werden die Umsetzung grüner Infrastruktur österreichweit gefördert und ermöglicht und die Basis für eine Realisierung österreichweit geschaffen. Während bei der Begrünung im Innenraum die Schüler/innen der begrünten Schulen als Multiplikator/innen der positiven Auswirkungen und Umsetzungen grüner Infrastruktur gelten, profitieren von den Begrünungen im Außenraum durch deren Sichtbarkeit auch weitere Personengruppen direkt.

Summary

Despite many known positive effects of green infrastructure in schools, these have not been implemented or have been implemented only to a limited extent. The reason for this is the lack of financing possibilities. Therefore, financing models are being developed for the first time within the framework of the MehrGrüneSchulen project. For this purpose, the responsible decision-makers throughout Austria will be identified and integrated into the development depending on the type of school, the location and the type of greenery. As a basis/input for this, the life-cycle costs of existing and optimised greening systems will be identified and processed and, in addition, easily implementable solutions for green infrastructure will be developed for independent implementation in schools and realised in an exemplary manner in at least one school per federal province. The developed financing models provide a broad argumentation and action basis for the roll-out of green infrastructure at schools throughout Austria.

Zuletzt aktualisiert am 31.03.2020

Projektdaten - Umsetzungsprojekt im 11. Call
Projektstart: 02.03.2020
Projektende: 01.03.2023
Genehmigte Förderung: € 387.009.00
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 645.020.00
Konsortium
TU Wien - Fakultät für Bauingeneurwesen - Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien (Konsortialführer)
Büro für nachhaltige Kompetenz B-NK GmbH
TU Wien, E234-02, Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement
Dipl.-Ing. Ralf Dopheide e.U.
Camillo Sitte Lehranstalt, Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien III
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