Projektleitung

DI Dr. Tanja Tötzer
AIT Austrian Institute of Technology GmbH

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

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Begleitendes Living Lab für die Realisierung von grün-blauen Infrastrukturmaßnahmen in der Smart City Wien

LiLa4Green nutzt den Living Lab(„LiLa“)-Ansatz, um Nature Based Solutions (NBS) in zwei urbanen Bestandsgebieten (10. & 14. Wr. Gemeindebezirk) mit größtmöglicher sozialer Wirkung und Akzeptanz umzusetzen. Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, wie trotz hoher Dichte und Nutzungsdruck über ein grünes Netzwerk aus Parks, offenen Plätzen, Frei-/Grünflächen und Straßenraum- und Gebäudebegrünungen Stadtoasen im Bestand geschaffen werden können. Für die smarte NutzerInnenpartizipation werden innovative sozialwissenschaftliche
Methoden mit neuesten digitalen Techniken kombiniert, um möglichst breit heterogene Bevölkerungsgruppen anzusprechen.
Dies ermöglicht neben Messungen und Berechnungen der ökologischen und mikroklimatischen Wirkung von NBS ein Monitoring und Assessment der sozialen Wirkung (auf Lebensqualität, Wohlbefinden, Wertschätzung des Freiraums, etc.) und gibt Auskunft über NutzerInnenbedarf und Umsetzungs- sowie Investitionsbereitschaft in städtischen Bestandsgebieten.

Ausgangssituation

LiLa4Green nutzt den Living Lab Ansatz, um Nature Based Solutions (NBS) in zwei Wiener Bestandsgebieten mit größtmöglicher sozialer Wirkung und Akzeptanz umzusetzen. Für die smarte NutzerInnenpartizipation werden innovative sozialwissenschaftliche Methoden mit neuesten digitalen Techniken (Apps, AR/VR, PPGIS etc.) kombiniert. Im Living Lab („LiLa“ for Green) werden mit den BewohnerInnen und Stakeholdern unterschiedliche Methoden ausgetestet, um Bevölkerung, Investoren, Bauträgern und PlanerInnen die Vorteile von grün-blauer Infrastruktur näher zu bringen und sie in den Implementierungsprozess miteinzubeziehen. Es wird untersucht, wie eine smarte NutzerInnenpartizipation gestaltet werden kann, um das Bewusstsein der Bevölkerung für Maßnahmen zur Mitigation und Adaption an den Klimawandel zu erhöhen. Es wurden bereits unterschiedliche Methoden ausgetestet, um BewohnerInnen und Stakeholdern die Vorteile von grün-blauer Infrastruktur näher zu bringen und sie in den Implementierungsprozess miteinzubeziehen. Es wurden verschiedene Ansätze zur smarten NutzerInnenpartizipation eingesetzt, um das Bewusstsein der Bevölkerung für Maßnahmen zur Mitigation und Adaption an den Klimawandel zu erhöhen. Die Freiraumanalyse und mikroklimatischen Analysen brachten wertvolle Erkenntnisse über die „Hot spots“, also kleinräumigen Hitzeinseln, sowie über die potentiellen Verbesserungsoptionen in den Untersuchungsgebieten.

Ziele & Ergebnisse

Aus diesen Ergebnissen wurden Empfehlungen abgeleitet, und alle weiteren Maßnahmen im Projekt LiLa4Green bauen auf diesen Grundlagen auf, mit dem Ziel das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität in den untersuchten urbanen Bestandsgebieten zu verbessern. Im Rahmen des Living Labs in der „Kreta“, dem engeren Untersuchungsgebiet im 10. Bezirk, finden in regelmäßigen Abständen „Grüne Werkstätten“ statt. Diese binden BewohnerInnen und Stakeholder ein, um gemeinsam über grüne Lösungen wie z.B. über die temporäre Umwidmung eines Parkplatzes in ein begrüntes Parklet zu diskutieren. Auf Wunsch der Teilnehmenden der ersten grünen Werkstätte wurde eine ersten grünen Intervention in Form eines solchen Parklets gesetzt, welches das Hauptziel im zweiten Projektjahr darstellte. Verschiedene Entwürfe wurden von einer Studierendengruppe in der Lehrveranstaltung „Green Up - Cool Down“ designt und in der zweiten grünen Werkstätte präsentiert. Die Entscheidung darüber, welches Parklet im Sommer 2019 tatsächlich vor Ort realisiert werden sollte, wurde von den Teilnehmenden der grünen Werkstätte über Abstimmung mit Punkten getroffen. Im Rahmen dessen wurde auch Augmented Reality als smartes Partizipationstool eingesetzt und traf auf reges Interesse auf Seiten der Teilnehmenden. Als Resultat wurde das Parklet von den Studierenden errichtet und im Juni an der Ecke Quellenstraße/Randhartinger eröffnet. Das begrünte Stadtmöbel mit Wasserlauf dient als kühlende Ruheoase für AnwohnerInnen und BesucherInnen und war bereits Mittelpunkt der Lehrveranstaltung „Mehr Grün für die Stadt! Auf Forschungstour in Sache Begrünung unserer Städte“ der KinderUni Wien. Jüngst erhielt LiLa4Green auch den Kandidaten Status der IBA_Wien 2022.

Innovation

Durch die Kombination von innovativen sozialwissenschaftlichen Methoden mit neuesten digitalen Techniken im Zusammenhang mit der Anreicherung der Funktionalitäten von Grün- und Freiräumen soll eine optimale Vermittlung von Inhalten und Zusammenhängen ermöglicht werden. Dafür werden auch neue Formen des Assessments (zB Crowdsourcing) und der Visualisierung (Virtual Reality, Augmented Reality) getestet. In der Monitoring-Phase wird eine Kombination aus Messungen, Simulationen und Befragungen angewandt. Für das Assessment werden verschiedene Lösungen mit und ohne vernetztem Stadtoasen-System gegenübergestellt und ihre Effekte, Kosten und Pflegeaufwand berechnet und mit den Stakeholdern diskutiert. Daraus sollen optimale Lösungen hinsichtlich Mikroklima sowie für eine Umsetzung (Kosten) und den langfristigen Erhalt (Pflege, Betrieb) abgeleitet werden.

Summary

"LiLa4Green" aims to support the realization of green-blue infrastructure projects in existing residential areas. In order to realize projects that not only strive for climate-friendliness, but also take into account social aspects (quality of life, health, safety, usability, etc.), a living lab is to be set up that involves the users in the implementation process (co-creation). Concrete fields of investigation are “Innerfavoriten” in the 10th Viennese district and the Matznerviertel in the 14th Viennese district. The need for measures to counteract the urban heat island-effects is high in these densely built areas, but financial strength is low. This situation is not unique, on the contrary, it is a relatively frequent occurrence in cities. The combination of innovative social science methods with the latest digital techniques is intended to enable an optimal mediation of content and contexts. For this, new forms of assessment (e.g. crowdsourcing) and visualization (virtual reality, augmented reality) are tested. In the monitoring phase, a combination of measurements, simulations and surveys is used. Through the use of new forms of smart user participation and the visualization of measures and their effects, broad acceptance of blue-green infrastructure is to be created. The project will lead to a methodical development in the field of citizen design science as well as in the implementation of living labs. The implementation of NBS in the two demo-areas is intended to show that an intelligent networking of water surfaces, green areas and green elements can also lead to the development of urban green oasis and lead to a better microclimatic situation. A broad dissemination is guaranteed through the active involvement of residents and stakeholders, the intensive cooperation with the green innovation lab “GrünstattGrau” as well as the exchange and transfer of knowledge to other cities.

Zuletzt aktualisiert am 24.10.2019

Projektdaten - Umsetzungsprojekt im 9. Call
Projektstart: 01.03.2018
Projektende: 01.02.2021
Genehmigte Förderung: € 274.437,--
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 457.399,--
Konsortium
AIT Austrian Institute of Technology GmbH (Konsortialführer)
TU Wien Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
Weatherpark GmbH Meteorologische Forschung und Dienstleistungen
PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH
GREX IT Services GmbH
GrünStattGrau GmbH
  • Tanja Tötzer © Tanja Tötzer
    Logo des Projektes LiLa4Green. Man sieht lila Menschen im Vordergrund, eine grüne Pflanze und graue Häuser im Hintergrund. Darunter steht in lila Schrift "LiLa", in Grau "4" und in Grün "green".
Links
Projektwebsite LiLa4Green
T Tötzer, K Hagen, E Meinharter, D Millinger, M Ratheiser, S Formanek, B Gasienica-Wawrytko, J Brossmann, V Matejka and W Gepp, 2019, Fostering the implementation of green solutions through a Living Lab approach – experiences from the LiLa4Green project, IOP Conf. Ser.: Earth Environ. Sci. 323 012079